Geomorphologie

Erodierbarkeit

Die Erodierbarkeit (Erodibilität), beschreibt den Bodenzustand, d.h. seine Anfälligkeit, im Erosionsprozess mehr oder weniger dem Abtrag durch Wasser oder Wind zu widerstehen. Geringe Bindungskräfte, hohe Zerfallsbereitschaft sowie höhere Schluffgehalte tragen zur hohen Erodierbarkeit schluffiger und sandig-lehmiger Böden bei. Erodierbarkeit durch Wasser wird häufig nach Erodierbarkeit in Rillen und der dazwischenliegenden Flächen unterschieden. Die Erodierbarkeit wechselt im Jahresverlauf in Abhängigkeit von Witterung, Bodenleben und -bewuchs.

Faltengebirge

an konvergierenden Plattenrändern durch Einengung und Hebung (Orogenese) entstandene Gebirge, deren Bau überwiegend durch Faltung, meist aber auch durch Deckenüberschiebungen gekennzeichnet ist. Alte Faltengebirge sind weitgehend abgetragen und nur noch geologisch-stratigraphisch definierbar (z B. Varisciden, Kaledoniden). Die plattentektonische Konstellation der Erdneuzeit (Känozoikum) führte zur Entstehung eines Faltengebirgsgürtels (engl. alpine chain) entlang konvergierender Plattenränder (z.B. Alpen, Himalaya).

Fluvioglazial

Formen und Sedimente, die unmittelbar vom Schmelzwasser des Eises gebildet oder abgelagert wurden. Der Gletscherbach lagert Material in Schwemmkegeln, den Sandern ab (auch glaziofluvial, glaziofluviatil).

Subduktion

Abtauchen von ozeanischer Kruste (Unterplatte) unter kontinentale Kruste (Oberplatte) an einem konvergenten Plattenrand. Die subduzierte Lithosphäre wird damit wieder in den Mantel aufgenommen und als Platte vernichtet. Die Subduktion repräsentiert den absteigenden Ast einer Mantelkonvektionszelle.

Asthenosphäre

Die weiche Sphäre des oberen Erdmantels, unterhalb der Lithosphäre. Die Asthenosphäre ist zwar fest, aber elastisch, fließfähig. Für die Plattentektonik ist die Asthenosphäre mit ihrer Eigenschaft der Fließfähigkeit von großer Bedeutung. Sie ermöglicht, dass die starren Lithosphärenplatten vom tieferen Erdinnern entkoppelt sind und sich auf der Asthenosphäre bewegen können. Man vermutet, dass in der Asthenosphäre konvektionsartige Bewegungen ablaufen und damit eine mögliche Ursache der Plattenbewegungen sind.

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