Geomorphologie

Isostasie

Theorie vom hydrostatischen Gleichgewicht der Erde bzw. der obersten Erdkruste, nach der die oberirdischen Erhebungen (Gebirge) durch eine darauf eingestellte unterirdische Massenanordnung ausgeglichen sind. Durch exogene Abtragung entstehende Massenverluste werden durch Hebungen kompensiert. Diese werden als isostatische Ausgleichsbewegungen bezeichnet. Nach der Theorie besteht in der Tiefe der Erdkruste, der sog. Ausgleichstiefe, eine Ausgleichsfläche, auf die alle über ihr ruhenden Erdkrustenteile denselben hydrostatischen Druck ausüben.

kontinentale Erdkruste

Erdkruste der Kontinente, die etwa ein Drittel der Erdoberfläche ausmacht. Sie unterscheidet sich deutlich durch Dichte und seismische Geschwindigkeiten vom Erdmantel und auch von der ozeanischen Erdkruste. Duchschnittlich ist die kontinentale Erdkruste 35-40 km mächtig. Unter jungen Hochgebirgen wie den Alpen, den Anden und dem Himalaja kann die Erdkruste eine Mächtigkeit von 50-80 km erreichen. Dagegen ist die kontinentale Erdkruste unter jungen Riftzonen auf 20-25 km Mächtigkeit ausgedünnt, z.B. die Riftzonen des Oberrheingrabens und des Ostafrikanischen Grabensystems.

litorale Prozesse

Prozesse, die sich in Ufernähe abspielen, bzw. Bezeichnung für Vorgänge, die zum Ufer-, bzw. Küstenbereich gehören (z.B. Prozesse, die mit der Brandung einhergehen).

ozeanische Erdkruste

Sie bildet den Untergrund der Tiefseebereiche. Struktur und Aufbau der ozeanischen Kruste leiten sich aus dem Prozess der Ozeanbodenspreizung ab. Sie kann in drei Hauptregionen unterschieden werden: die Tiefseeregionen, die mittelozeanischen Rücken und die Randgebiete mit dem Übergang zum Kontinent.

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