Geomorphologie

Findling

Blöcke, die vom Gletscher transportiert wurden. Sie stammen aus dem Ursprungsgebiet der Gletscher und werden nach dem Abschmelzen der Gletscher an anderer Stelle freigesetzt; die Gesteinsart dieser Erratika ist am Fundort des "Irrblockes" sonst nicht zu finden. Findlinge spielen eine wichtige Rolle in der glazial-geomorphologischen Forschung, da sie Aufschluss geben über: Vergletscherung, Reichweite von Gletschereis, Fließrichtung etc..

Sie sind oft der einzige Hinweis auf die ehemalige Existenz von Gletschern. 

Sättigung

Der Begriff Sättigung beschreibt einen Zustand der maximal möglichen Anreicherung eines bestimmten Stoffes in einem anderen Stoff, Stoffgemenge oder Festsubstanzmatrix (z.B. Wasserdampf in der Luft, Salze in einer Lösung).

Steppentundra

(auch Kältesteppe, Kaltsteppe)

Während des Hochwürms herrschte eine waldlose Tundrenvegetation vor. Pollenanalysen belegen, dass sich in der Späteiszeit die Vegetation überwiegend aus Artemisia- (Beifuss), Chenopodiaceen- (Gänsefußgewächsen), Ephedra- (Meerträubchen) und Gräser-Arten zusammensetzte. Vor ca. 13 000 Jahren beginnen sukzessiv Bäume einzuwandern.

Schären

Schären sind walfischrückenähnliche Inseln, die vor allem der Küste Skandinaviens vorgelagert sind. Die Schären sind während des Pleistozäns durch die Auflast der Inlandeismassen Skandinaviens entstanden. Es handelt sich dabei um eine teilweise ertrunkene Rundhöckerlandschaft. Rundhöcker sind vom Inlandeis überformte und abgeschliffene, längliche Hügel aus anstehendem Gestein. Werden diese Rundhöckerlandschaften vom Meerwasser umschlossen, nennt man sie Schären.

vados

Als vadose Zone wird der obere, nur periodisch oder episodisch wassererfüllte Bereich in Karstwassersystemen bezeichnet. Er liegt oberhalb der phreatischen Zone. Entsprechend der Schwerkraft sickert und fließt das Wasser in den Hohlräumen abwärts, wobei die Hohlräume überwiegend mit Luft erfüllt sind.

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