Geomorphologie

Ästuar

Trichtermündung, trichterartig erweiterte Flussmündung an einer Gezeitenküste mit starkem Tidenhub (Gezeiten). Durch den permanenten Wasserdurchfluss durch die wechselnden Gezeitenströmungen, werden Ästuare im Gegensatz zum Delta von Sedimenten weitgehend freigehalten. Sie zeichnen sich meist durch tiefe Erosionsrinnen aus. Durch den Austausch von Süßwasser und Salzwasser infolge der Gezeitenströmung sind Ästuare bioökologische Grenzlebensräume.

Reptation

Äolischer Prozess, der die rollende und kriechende Bewegung (surface creep) von Sandkörnern auf der Bodenoberfläche durch wiederholten Aufprall saltierender Sandkörner (Saltation) beschreibt. Auf diese Weise transportiert werden können Sandkörner bis zu einer Größe von 2-4 mm.

Riasküste

Stark gegliederte Ingressionsküste mit ertrunkenen Flussunterläufen. Abhängig von überflutetem Gewässernetz und Talformen lassen sich mehrere Typen der Riasküsten unterscheiden. Der einfachen »monofluvialen« Rias stehen die in einem verzweigten Talsystem ausgebildeten »polyfluvialen« Rias und die sackförmigen »panfluvialen« Rias, bei denen auch die Wasserscheiden überflutet wurden, gegenüber.

Saltation

äolischer Prozess, der die springende Bewegung von Sandkörnern beschreibt (Korngröße: 0,125-0,25 mm). Beim Aufprall eines Sandkornes auf den Boden wird Energie auf die liegenden Körner übertragen, diese springen hoch und folgen einer parabelförmigen Flugbahn. Diese Flugbahn resultiert aus der Windrichtung und der senkrecht nach unten wirkenden Schwerkraft. Die Transportgeschwindigkeit ist abhängig von der Untergrundbeschaffenheit. Bei rauhem Untergrund verlangsamt sich der Transport durch Reibungsverluste, so wachsen kleine Sandakkumulationen in Selbstverstärkung bis zur Dünenbildung.

Dünenkamm

Deutlich ausgeprägter Grat, der die Begrenzung zwischen Luv- und Leehang einer Düne darstellt.

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