Geomorphologie

Parabeldüne

U- oder V-förmige, gebundene Düne mit konvexem leeseitigen Schüttungshang, die mit ihrer Öffnung gegen den Wind gerichtet ist (im Gegensatz zum Barchan). Sie besitzt meist langgezogene Enden.

Die Reliefgenese ist an Vegetation und Untergrundfeuchte gebunden sowie an ausreichende Windstärken, um den deflationshemmenden Bewuchs zu überwinden. Die stärkere Bindung der flachen Ränder durch Bewuchs und Feuchtigkeit ermöglicht dem Dünenmittelstück trotz größerer Sandmächtigkeit schneller zu wandern und die Randbereiche als lange Sichelenden zurückzulassen.

Wanderdüne

Düne (Binnendüne oder Küstendüne), die sich aufgrund fehlender Vegetationsbedeckung bewegt. Die klassische Wanderdüne ist der Barchan.

Bodden

Vom Meer überflutete, quartäre Hohlform an der Küste mit starker Ufergliederung, geringer Wassertiefe und einer schmalen Verbindungsöffnung zum Meer (Boddenküste).

Boddenküste

Küste im Bereich einer postglazial überfluteten Grundmoränenlandschaft, gegliedert in Küstenvorsprünge und seichte Meeresbuchten mit unregelmäßigem Umriss. Eine charakteristische Boddenküste findet sich an Teilen der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Hier sind die Bodden mit runden bis ovalen Umrissen, zumeist von West nach Ost zu Boddenketten aneinandergereiht und über mehr oder weniger breite Meeresarme - häufig als Strom oder Sund bezeichnet - mit der offenen See verbunden.

Brandung

Brechende und auslaufende Bewegung von Wasser an der See- oder Meeresküste, deren flächenhafte geomorphologische Leistung als Abrasion bezeichnet wird.

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