Geomorphologie

Detersion

Mechanische Abtragungstätigkeit eines Gletschers durch Abschleifen des Untergrunds durch mitgeführtes Material der unterschiedlichsten Größen. Durch Detersion entsteht Gletscherschliff.

Detraktion

Mechanische Abtragungstätigkeit eines Gletschers durch Herausbrechen von angefrorenem Gesteinsmaterial aus dem Untergrund und den Seiten. Durch Detraktion und andere glazial-erosive Prozesse entstehen die charakteristischen glazialen Formen wie Kare und Trogtäler.

Drumlin

Länglicher, meist rückenförmiger Hügel aus aufgepresstem Grundmoränenmaterial und Schottern, deren Längsachse in Fließrichtung des ehemaligen Gletschers verläuft und dessen dem Eis zugewandter Hang steil und der abgewandte Hang flach geneigt ist.

Drumlins entstehen durch Überfahren der Grundmoräne beim erneuten Vorstoß eines Gletschers. Sie treten häufig in großer Zahl auf, weshalb man von Drumlinschwärmen oder –feldern spricht.

Düne

Eine äolische Akkumulationsform aus Sand, die im wesentlichen durch Prozesse der Saltation gebildet wird. Entsprechend der Vielzahl morphogenetischer Einflussgrößen (Windregime, Materialart, Feuchtigkeit, Vegetationsbedeckung, Untergrundbeschaffenheit) und ihrer Wechselwirkungen, treten Dünen in unterschiedlicher Größe, Form und Veränderlichkeit auf. Eine allgemeingültige Dünenklassifikation besteht nicht. Eine grobe Einteilung kann vorgenommen werden:

Endmoräne

Materialakkumulation in Form einer Moräne vor der Stirn eines Gletschers. Beim Abtauen des Eises bleibt alles von ihm bis dahin mitgeführte Material, Geschiebe der Obermoräne, Mittelmoräne und Untermoräne und das Feinmaterial liegen. Beim späteren Vorstoß können Stauchendmoränen entstehen, bei längerem Stillstand Satzendmoränen.

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