Geomorphologie

aktiver Kontinentalrand

Randbereich kontinentaler Kruste an einer konvergenten Plattengrenze (z.B. Westküste Südamerikas). Dem aktiven Kontinentalrand ist eine Tiefseerinne vorgelagert, die relativ viel klastisches Sedimentmaterial vom Kontinent aufnimmt (vgl. Subduktion). Er ist geotektonisch aktiv mit einem schmalen Schelf und steil abfallendem, oft bis in Tiefseerinnen führenden Kontinentalhang. Er wird häufig begleitet von Hochgebirgen und aktiven Vulkangürteln (z.B. Anden).

Karstquelle

Ist ein natürlicher Austritt von Karstgrundwasser an die Erdoberfläche. Das Verhältnis von zahllosen Versickerungsstellen zu vergleichsweise wenigen Karstquellen in Karstgebieten ist darauf zurückzuführen, dass das Wasser aus einem großen Einzugsgebiet in einzelnen Karströhren gesammelt wird. Daraus resultieren hohe Schüttungen der Karstquellen, aber auch, bedingt durch das geringe Retentionsvermögen von Karstsystemen starke Schüttungsschwankungen.

Karstwasserspiegel

obere Grenze der phreatischen Zone (tiefere, ständig wassererfüllte Gangnetze bzw. deren Tiefenbereich im Hohlraum- und Höhlensystem im Karstwassersystem).

Kliff

im anstehenden Fest- oder Lockergestein meist steil ansteigende Tiefwasserküste (Steilküste), durch kräftige Brandungsarbeit (Brandung) der Wellen über der Brandungshohlkehle herausgearbeitet. Die Neigung und Höhe der steil geböschten bis wandartigen Erosionsform hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu den wichtigsten gehören die Gesteinsart und -lagerung, Höhe und Böschungswinkel der Küste, Stärke, Dauer und Richtung der Brandungseinwirkung und letztlich Meeresspiegelschwankungen bzw. tektonischen Bewegungen der Küste.

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