Geomorphologie

Zungenbecken

(Zungensee)

Durch glaziale Übertiefung des Vorlandes entstandene, meist langgestreckte Hohlformen, die charakteristische Formen der Moränenlandschaften sind. Nach dem Rückzug des Gletschers bilden die Zungenbecken lokale Erosionsbasen. Umgebende Flüsse und Schmelzwässer stauen sich dadurch in diesem Becken auf und es entsteht ein Zungenbeckensee. Durch hohe Sedimentzufuhr verlanden diese Seen oft recht schnell.

Abgelagerte Moräne

Im Gegensatz zur bewegten Moräne Geschiebematerial, welches vom Gletscher bereits abgesetzt wurde. Abgelagerte Moränen sind z.B.: Grundmoräne, Endmoräne. Auch Stapelmoränen genannt.

Ablation

Der Massenverlust von Gletschern durch Prozesse wie Abschmelzen und Abfluss, Verdunstung, Abbrechen von Eis an der Gletscherfront. Ablation findet vor allem im Zehrgebiet des Gletschers statt, während sich Akkumulation vorrangig im Nährgebiet vollzieht.

Bewegte Moräne

Auch Wandermoräne genannt. Im Gegensatz zur abgelagerten Moräne Geschiebematerial, welches vom Gletscher transportiert wird. Bewegte Moränen sind z.B.: Obermoräne, Innenmoräne.

braided river

Flusstyp, bei dem sich viele kleine Flußläufe mehrfach vereinen und teilen und dabei kleine Sand- und Kiesbänke umfließen. Auch verwilderter Fluss genannt. Meist in Gebieten mit breiter Talsohle, stark schwankenden Abflussmengen und großen Mengen relativ grober Flussfracht (z.B. in proglazialen Gebieten).

Pages