Geologie

Sulfide

Sulfide sind Salze der Schwefelwasserstoffsäure H2S. Diese Gruppe von Mineralen unterlag ursprünglich der Einteilung in Kiese, Glanze, Blenden und Fahle, die auf den deutschen Bergbau des Mittelalters zurückgeht. Aufgrund der Fülle von heute bekannten Sulfiden wurde diese Einteilung sinnlos. Heute werden metallreiche und metallarme Verbindungen unterschieden.

Silikate

(lat. silex = Kieselstein)

Es handelt sich bei den Silikaten um die bedeutendste Gruppe der gesteinsbildenden Minerale: sie sind mit ca. 75% am Massenaufbau der Erde beteiligt.

Isostasie

Theorie vom hydrostatischen Gleichgewicht der Erde bzw. der obersten Erdkruste, nach der die oberirdischen Erhebungen (Gebirge) durch eine darauf eingestellte unterirdische Massenanordnung ausgeglichen sind. Durch exogene Abtragung entstehende Massenverluste werden durch Hebungen kompensiert. Diese werden als isostatische Ausgleichsbewegungen bezeichnet. Nach der Theorie besteht in der Tiefe der Erdkruste, der sog. Ausgleichstiefe, eine Ausgleichsfläche, auf die alle über ihr ruhenden Erdkrustenteile denselben hydrostatischen Druck ausüben.

kontinentale Erdkruste

Erdkruste der Kontinente, die etwa ein Drittel der Erdoberfläche ausmacht. Sie unterscheidet sich deutlich durch Dichte und seismische Geschwindigkeiten vom Erdmantel und auch von der ozeanischen Erdkruste. Duchschnittlich ist die kontinentale Erdkruste 35-40 km mächtig. Unter jungen Hochgebirgen wie den Alpen, den Anden und dem Himalaja kann die Erdkruste eine Mächtigkeit von 50-80 km erreichen. Dagegen ist die kontinentale Erdkruste unter jungen Riftzonen auf 20-25 km Mächtigkeit ausgedünnt, z.B. die Riftzonen des Oberrheingrabens und des Ostafrikanischen Grabensystems.

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