Pedologie

Braunerde

Bei der Braunerde handelt es sich um einen weit verbreiteten Bodentyp im gemäßigt-humiden Klimabereich. Der Name ergibt sich aus dem Verbraunungsprozess der die Farbe bestimmt. Die Braunerde hat ein verbrauntes Ah–Bv–C-Profil und entsteht aus kalkarmen und silikatischen Ausgangsgesteinen. Der Ah-Horizont weist nur eine geringe Mächtigkeit (meist 20 cm) auf, während der Bv-Horizont eine Höhe von 20-150 cm aufweisen kann.

chemische Degradation

Chemische Degradation bewirkt Produktivitätsrückgänge durch Nährstoffverarmung, Versauerung und Versalzung. Anteil an der globalen Degradation: ca. 12% oder 239 Mio. ha.

Deflation

Bei der Deflation handelt es sich um eine äolische Abtragung durch Aus- und Abblasen von Feinsedimenten, die bereits durch unterschiedliche Verwitterungsprozesse auf Gesteinsoberflächen gelockert wurden. Diese Feinsedimente werden in anderen Gebieten bei abnehmender Windstärke oder an Hindernissen als Löß oder Dünen (Akkumulation) wieder abgelagert. Die Deflation ist besonders in Klimazonen wirksam, in denen die Oberfläche keinen Vegetationsschutz trägt.

Fingerprobe

Methode zur Bestimmung der Bodenartengruppen im Gelände. Das angefeuchtete Substrat wird zwischen Zeigefinger und Daumen geknetet und gerollt und somit auf Körnigkeit, Bindigkeit und Formbarkeit getestet. Eine Tabelle mit den Substrateigenschaften befindet sich in der Kartieranleitung im Kapitel „Bodenartenansprache im Gelände“.

wirksamer Niederschlag

Als wirksamer Niederschlag - im Sinne von erosionswirksam - gilt die Menge, die benötigt wird, um eine bekannte Menge Oberflächenabfluss unter bestimmten Temperaturbedingungen zu erzeugen.

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