Pedologie

Korngröße

Korngröße: Durchmesser von Teilchen (Körnern) (z.B. Produkte von Verwitterung und mechanischer Umlagerung) und Bodenpartikeln. Es werden verschiedene Korngrößeneinteilungen verwendet. Die Korngrößeneinteilung nach DIN 4022 unterscheidet Ton, Schluff (Silt), Sand, Kies und Steine. Die Korngrößeneinteilung nach Udden & Wenthworth, modifiziert nach Doeglas, beinhaltet clay (Ton), silt (Silt), sand (Sand), granules, pebbles, cobbles (Kies) und boulders (Steine). Die beiden genannten Skalen benutzen als Einheit Millimeter.

Poren

Hohlräume in Lockergesteinen und Böden; man unterscheidet nach zunehmendem Porendurchmesser: Grob-, Mittel- und Feinporen. Je geringer der Porendurchmesser, desto stärker sind die Adsorptionskräfte zwischen Festsubstanz und Wassermolekülen.

ABAG

ABAG (Allgemeine Bodenabtragsgleichung) wird die auf die Standortbedingungen von Teilen Deutschlands angepasste Universal Soil Loss Equation (USLE) genannt.

Für Bayern wurde die USLE 1981 eingeführt und anschließend durch umfangreiche Experimente teilweise adaptiert. Dabei wurden die grundlegenden Funktionen der USLE bestätigt, angepasste relative Bodenabtragswerte für Wachstumsstadien der Fruchtarten und ein Subfaktor zum Einfluss der Steinbedeckung auf die Bodenerodierbarkeit entwickelt.

Bodenart

Begriff zur Charakterisierung der Korngrößenzusammensetzung (Körnung), welche die Häufigkeitsverteilung der mineralischen Bodenpartikel <2 mm beschreibt (Feinboden). Aus den Kornfraktionen Sand, Schluff und Ton werden je nach Anteil im Korngemisch die Bodenartenhauptgruppen Sand, Schluff, Lehm und Ton unterschieden, die in Deutschland in elf Bodenartengruppen und 31 Bodenartenuntergruppen untergliedert werden.

Geschiebemergel

Als Grundmoränen abgelagertes glaziales, ungeschichtetes und mit Blöcken und Geschieben versetztes Sediment. In seiner Matrix überwiegen die Sand- bis Schluffkorngrößen; die Grobsedimentkomponenten haben zahlreiche Gesteinssplitterchen geliefert. Geschiebemergel ist in der Regel kalkhaltig bis kalkreich und weist graue bis bläuliche Farben auf. Aus ihm geht durch Verwitterung der Geschiebelehm hervor.

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