Geologie

glaziale Übertiefung

Durch die Prozesse der glazialen Erosion erfolgte intensive Überformung, Erweiterung und Ausschürfung bereits bestehender Mulden oder Tiefenlinien des Reliefs, wobei aus ehemals ausschließlich gleichsinnigem Gefälle auch regional rückläufige Gefälle im Tallängsprofil entstehen können.

Gletschertisch

Einzelner von einem Steinblock gekrönter Eissockel auf der Oberfläche eines Gletschers (Obermoräne). Der aufliegende Gesteinsblock schützt das sich darunter befindliche Eis vor der Sonneneinstrahlung und damit vor dem Abschmelzen, während das umgebende Eis schneller wegtaut.

Grundmoräne

Vom Gletscher abgelagerte Untermoräne. Die Ablagerung erfolgt, wenn die Eisbewegung zum Stillstand kommt und der Gletscher abtaut.

Bestandteile der Grundmoräne sind Korngrößen aller Klassen, die gemischt, d.h. weitgehend unsortiert und ungeschichtet vorkommen. Die Grundmoräne tritt nach dem Abschmelzen zu Tage und bildet eine schwach reliefierte Grundmoränenlandschaft aus. Häufig ist diese Landschaft von Toteislöchern, -seen und Drumlins durchsetzt.

Präkambrium

Das Präkambrium ist das älteste Äonothem (Chronostratigraphische Einheit) der Erdgeschichte. Es reicht von der Entstehung der Erde vor 4,65 Mrd. Jahren bis zum Beginn des Kambriums vor 545 Mio. Jahren. Die Kontinente, die Ozeane, das Leben und die gesamte Atmosphäre und Hydrosphäre haben ihren Ursprung im Präkambrium. Unter den besonderen Bedingungen des Präkambriums sind auch die größten Lagerstätten lebenswichtiger mineralischer Rohstoffe entstanden, wie z.B. Eisen, Mangan, Chrom, Titan und Platin.

Quartär

Jüngstes System der Erdgeschichte, ursprünglich als Formation des Eiszeitalters vom Tertiär abgetrennt. Das Quartär reicht bis in die geologische Gegenwart. Der Beginn, zunächst klimatisch begründet, wird heute anhand von Umkehrungen des Paläomagnetfeldes der Erde festgelegt (Paläomagnetismus). Das Quartär wird in das ältere Pleistozän und das jüngere Holozän untergliedert. Die Grenze liegt bei etwa 10.000 Jahren vor heute.

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