Geomorphologie

Toteis

(-block, -loch, -see)

Beim schnellen Abschmelzen von Eiskörpern zurück gelassene (Tot-)Eisblöcke oft erheblicher Größe, werden aufgrund der fehlenden Eisbewegung als Toteis bezeichnet. Oft sind diese von Moränenmaterial bedeckt und dadurch für einige Zeit vor dem Abschmelzen geschützt. Nach dem Niedertauen entstehen dadurch in dem umliegenden Material typische Hohlformen (Toteislöcher, Sölle), welche sich nicht selten mit Wasser füllen (Toteissee). Treten mehrere dieser Erscheinungen gemeinsam auf, entstehen Toteislandschaften.

Trompetentälchen

Ineinander geschachtelte kleine Täler in fluvioglazialen Schwemmfächern, wobei sich die Tälchen in den jeweils älteren Fächer eingeschnitten haben. Der Begriff zeigt exemplarisch die Anbindung von fluvioglazialen Schüttungen an die glazialen Ablagerungen (Endmoränen).

Darstellung (s. u.) zeigt: 

Schematische Entstehung eines Trompetentälchens

Quelle: ©Blockbild verändert nach: H. Leser (1995): Geomorphologie. Braunschweig. S.159

subglazial

„Unter dem Eis”;

Begriff bezeichnet alle Prozesse und Formen, die sich unterhalb eines Eiskörpers abspielen oder gebildet werden (z.B. Oser, Untermoräne).

Subrosion

Bezeichnet die unterirdische Lösungsverwitterung leicht löslicher Gesteine, vor allem von Salzen. Wenn unterirdische Hohlräume einbrechen entstehen sog. Subrosionssenken, die sich häufig mit Wasser füllen (Subrosionssee).

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