Hydrologie

Grundwasserabfluss

Abfluss innerhalb eines Grundwasserleiters.

(1) Teil des in den Boden eingedrungenen Wassers, das über den Grundwasserkörper einem Wasserlauf als Quellwasser oder Sickerwasser zugeführt wird.

(2) Grundwasservolumen, das aus einem Grundwasserabschnitt in der Zeiteinheit in dasselbe Grundwasserstockwerk abfließt (DIN 4049).

Grundwasserleiter

(aquifer)
Ein Grundwasserleiter ist grundsätzlich ein Gesteinskörper, der in der Lage ist Grundwasser zu leiten. Zu unterscheiden sind Poren-, Kluft- und Karstgrundwasserleiter.

Vorfluter

Jedes Gewässer, das der Vorflut, d.h. der Abfuhr zugeführten Wassers dient. Die Vorflut kann entweder in freiem Gefälle erfolgen oder künstlich durch Hebung (Pumpen, Schöpfwerk).

Hochwasser

Ein Hochwasser ist die zeitlich begrenzte Anschwellung des Durchflusses über dem Basisdurchfluss, die eine für jeden Durchflussquerschnitt aus der Statistik oder den örtlichen Gegebenheiten zu bestimmende Grenze überschreitet. Sie entstehen als Folgeerscheinung meteorologischer oder durch Katastrophen hervorgerufener Ereignisse (nach Dyck & Peschke, 1995).

Gezeiten

(Tiden), periodische Bewegungen des Meeres, in etwa 12,5 stündigem Rhythmus. Der Wasseranstieg heißt Flut, die Absenkung Ebbe, der Unterschied des Wasserstandes beträgt 2-5 m. Die gezeitenerzeugenden Kräfte sind durch das Zusammenwirken der Anziehungskräfte von Erde, Mond und Sonne und den mit der Bewegung der Himmelskörper verbundenen Fliehkräften bestimmt. Weitere Einflussfaktoren sind die Land-, Meerverteilung, die Küstenform und der Wind. Gezeiten beeinflussen ebenfalls den Erdkörper und die Atmosphäre.

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