Hydrogeologie

anaerob

[von griech. an- = nicht, air = Luft, bios = Leben], ohne Luft bzw. Sauerstoff lebend oder ablaufend. Der Gegensatz ist aerob.

Depression

1. unter dem Meeresspiegel große Flachformen tektonischen, denudativen oder hydrodynamischen Ursprungs.

2. meist großräumige, flache Hohlform der Erdoberfläche, die durch geomorphologische Prozesse oder Einwirken des Menschen entstanden ist. Der Begriff wird von der Größe, dem Umriss sowie der relativen und absoluten Tiefenlage der Form unabhängig verwendet.

3. in Meteorologie Tiefdruckgebiet

Holozän

Das Holozän (Postglazial, Nacheiszeit) ist der von H. Gervais 1867 benannte, jüngere Abschnitt (Epoche) des Quartärs. Das Holozän umfasst die nacheiszeitliche Warmzeit. Es ist gekennzeichnet durch die Wiedererwärmung des Klimas seit dem Ende der letzten Eiszeit mit der entsprechenden Entwicklung der Vegetation und durch marine Transgressionen im Nord- und Ostseegebiet. Das Holozän ist die Zeit der Entwicklung der Menschheit vom Jungpaläolithikum bis in die Gegenwart.

Die Untergliederung des Holozän erfolgt im wesentlichen aufgrund der Vegetationsentwicklung:

Sulfide

Sulfide sind Salze der Schwefelwasserstoffsäure H2S. Diese Gruppe von Mineralen unterlag ursprünglich der Einteilung in Kiese, Glanze, Blenden und Fahle, die auf den deutschen Bergbau des Mittelalters zurückgeht. Aufgrund der Fülle von heute bekannten Sulfiden wurde diese Einteilung sinnlos. Heute werden metallreiche und metallarme Verbindungen unterschieden.

Haftwasser

Als Haftwasser wird der Anteil des Bodenwassers bezeichnet, der gegen die Schwerkraft im Boden festgehalten wird. Es setzt sich aus dem Adsorptionswasser, das den Adsorptionskräften der Bodenmatrix unterliegt und als wenige nm dünne Lage die Bodenpartikel oberflächig umschließt, sowie aus dem Kapillarwasser, das in den feineren Poren und Kapillaren stagniert und Menisken ausbildet, zusammen. Zwischen Adsorptions- und Kapillarwasser gibt es fließende Übergänge.

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