Das hallesche Salz

Dort, wo sich heute der Hallmarkt befindet, trat schon seit jeher Salz in Form von Solewasser an die Oberfläche. Bereits vor 2000 jahren siedelten hier keltische, germanische und slawische Stämme und förderten Salz, wie archäologische Fundstücke beweisen. König Karl ließ im Jahre 806 ein "castellum" errichten, das der Sicherung seiner Grenze dienen sollte. Der Giebichenstein wird 961 erstmals schriftlich erwähnt und bereits im Jahre 987 erhielt sie Zoll-, Bann- und Münzrecht. Um die Burg herum entstand eine erste Siedlung, zu der auch bald die Solequellen am Hallmarkt gehörten. Im 13. Jahrhundert wurden Urkunden aufgesetzt, die vier Brunnen zur Salzgewinnung belegen. Aus diesen Brunnen wurde das Solewasser gepumpt und von den Salzarbeitern in den Siedehütten in große rechteckige, über Feuer hängende, Pfannen gegossen. Das verdampfte Wasser ließ dann das begehrte "Weiße Gold" zurück, das schließlich in Weidenkörben getrocknet wurde. Aus den erzielten Gewinnen über die Fernhandelsrouten konnte sich die Siedlung dann wiederum weiterentwickeln. Der Salzhandel prägte die Stadt Halle bis ins 18. Jahrhundert hinein.

 

Weiterführende Literatur und diverse Quellen finden Sie in unserer Literaturdatenbank:

Richter 2006, Salz 2016 (a), Salz 2016 (b), Halle 2016 (a), Halle 2016 (b), Piechocki 2016